IVF/ICSI

Die Methoden 

In Vitro Fertilisation stellt eine Behandlungsmethode der Reproduktionsmedizin dar bei der den Eizellen Samenzellen zum Zweck der Befruchtung zugeführt werden. Der Begriff In-vitro-Fertilisation kommt aus dem Lateinischen und heisst „Befruchtung im Glas.“

Die ICSI (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion) ist die häufigste Methode im Rahmen einer künstlichen Befruchtung. Mit Hilfe von ICSI haben auch Männer mit schweren Fruchtbarkeitsstörungen die Chance ihren Kinderwunsch zu erfüllen.

Die Befruchtung erfolgt unter strikt präzisierten Bedingungen in einer Kultivierungsschalen mit Hilfe einer speziellen Kultivierungslösung.

Die  Samenzellen müssen sich bei der  IVF Behandlung durch ihre eigene Kraft zur Eizelle bewegen und durch in ihre Hüllen eindringen, so kommt es zu einer spontanen Befruchtung.

Diese Tatsache ist der Hauptunterschied zu der ICSI Behandlung bei welcher, eine einzelne Samenzelle mit einer sehr feinen Nadel direkt in eine Eizelle injiziert, die zuvor dem Eierstock der Frau entnommen wurde.

In der Praxis wird ICSI bei unerfülltem Kinderwunsch häufiger eingesetzt als die herkömmliche In-vitro-Fertilisation (IVF). In den Instituten von Dr. Uher wird ICSI routiniert angewendet, da die höhere Erfolgswahrscheinlichkeit bei der ICSI Behandlung im Vergleich zu IVF Behandlung evident ist.

Die Kultivierung der Oozyten und Samenzellen dauert  ca.16-20 Stunden. Nach dieser Zeit kann bereits der Erfolg der Fertilisation bestimmt  werden.

 

Voraussetzungen und Indiaktion

Derzeit wird die IVF-Methode bei folgenden Fertilisationsproblemen durchgeführt :

  • Verschluss der Eileiter
  • Endometriose
  • PCO-Syndrom
  • eingeschränkte Samenqualität

 

Behandlungsablauf

Nach einem ausführlichen Beratungsgespräch, bei welchem alle wichtigen Punkte der Behandlung besprochen und alle Fragen des Paares beantwortet werden, beginnt die Patientin mit der Stimulation und nimmt Hormone laut ihrem Behandlungsprotokoll ein. Ungefähr am fünften Tag der Stimulation findet die erste Ultraschalluntersuchung statt. Je nach dem Ultraschallresultat und dessen Analyse  wird die Dosierung der Medikamente angepasst und die Stimulation fortgesetzt. Der Stimulationsprozess dauert ca. 12-16 Tage.  In den meisten Fällen kann nach der zweiten Ultraschalluntersuchung der Termin zur Eizellentnahme festgelegt werden. Dieser findet in der Regel zwei bis vier Tage danach statt. An diesem Tag muss spätestens auch die Samenabgabe des Mannes vorgenommen werden. Unmittelbar nach einer erfolgreichen Eizellenentnahme ( operativer Eingriff mir Anästhesie ) wird die Eizellen werden mit den abgegebenen Spermien befruchtet. Der Transfer des Embryos in die Gebärmutter der Frau erfolgt je nach medizinischen Möglichkeiten in den nächsten 3-5 Tagen. Dr. Uher führt empfiehlt zur Beobachtung der Embryonenentwicklung mithilfe des Embryoskopes in seinen Instituten eine 5tägige Kultivierung.

 

Schwangerschaftsrate und Risiken

Eine Hormonstimulation kann psychisch und physisch belastend sein, weswegen jede Therapie sehr individuell durchgeführt wird, um Risiken zu minimieren.

Die Paare müssen außerdem wissen, dass bei einer künstlichen Befruchtung (va bei einem gewünschten Transfer von  2 Embryonen) eine Mehrlinsschwangerschaft entstehen kann.

Die Schwangerschaftsrate bei ICSI ist natürlich sehr von dem Alter der Patientin abhängig. Bei Frauen zwischen 30 und 40 Jahren liegt sie bei ca 30% pro Eizellentnahme.