Eizellspende

Die künstliche Befruchtung kann auch mit Hilfe einer Eizellenspende durchgeführt werden. Diese Art der Kinderwunschbehandlung kommt zum Einsatz, wenn die Eierstöcke der Patientin, aufgrund von Erkrankungen oder von fortgeschrittenem Alter, keine Eizellen mehr produzieren. Die Eizellenspende wird außerdem eingesetzt, wenn ein Risiko dafür besteht, dass ein Gendefekt auf das Embryo übertragen werden könnte.

Hinsichtlich der Eizellenspende unterscheidet sich die Gesetzgebung innerhalb Europas.

In Österreich ist mit dem neuen Fortpflanzungsmedizingesetz die Eizellspende nun erlaubt worden. Allerdings wird in der Realität dennoch die Eizellspende in Österreich selten durchgeführt. Der Hauptgrund dafür ist, dass keine Anonymität für die Spenderinnen und Spender gewährleistet werden kann. Das ist für viele Spender nicht akzeptabel, sie würden zwar gerne anderen Menschen helfen aber möchten dabei nicht, dass dies in ihr persönliches Leben eingreift. Bei einer offenen Spende stellt sich genau diese Gefahr dar. Meistens wird daher in Österreich eine Eizellspende in Freundeskreisen durchgeführt.

In der Tschechischen Republik ist das Verfahren gesetzlich erlaubt, außerdem gibt es klare Richtlinien, was den Umgang mit den Spenderinnen betrifft. Diese dürfen nicht ausgebeutet und müssen medizinisch erstklassig versorgt werden. Zudem passiert die Eizellenspende anonym, d.h. weder die Spenderinnen noch die Empfängerinnen kennen die Identität voneinander.

Ablauf der Eizellenspende für die Spenderin

Wenn sich eine Frau dazu entschließt Eizellen zu spenden, wird sie zunächst ausführlich untersucht (Chromosomenanalyse und Untersuchungen zum Ausschluss von HIV, HBsAg, HCV, Chlamydien, Syphilis usw.) und aufgeklärt. Anschließend werden ihre Eierstöcke, mit Hilfe einer Hormonbehandlung stimuliert, um mehrere Eizellen zu gewinnen. Diese werden anschließend, im Rahmen einer Eierstockpunktion, entnommen, mit Sperma befruchtet und der Empfängerin eingesetzt. Die befruchteten Eizellen können auch für einen späteren Zeitpunkt konserviert werden.

Es gibt keine finanziellen Anreize für die Spenderinnen. sie erhalten ausschließlich eine geringe Aufwandsentschädigung und selbstverständlich werden die Behandlungskosten übernommen.

Ablauf der Eizellenspende für die Empfängerin

Im Vorfeld werden die notwendigen Untersuchungen (Hormonstatus, Spermiogramm, Ultraschalluntersuchung usw.) durchgeführt und allgemeine gynäkologische und gesundheitliche Informationen eingeholt. Grundsätzlich darf die Empfängerin einer Eizelle in Tschechien nicht älter als 50 Jahre alt sein.

Die Auswahl der Spenderin wird vom Arzt getroffen, der medizinische und phänotypische Parameter heranzieht sowie Anforderungen die das Empfängerpaar an die Spenderin stellt.

Wenn eine geeignete Spenderin gefunden wurde (1 Woche bis 1 Monat ), wird individuell eine Synchronisierung des Zyklen der Spenderin sowie der Empfängerin vorgenommen. Daraufhin wird die Gebärmutterschleimhaut der Empfängerin mit Medikamenten optimal auf den Transfer vorzubereiten.

Entweder werden nun die Spermien des Partners der Empfängerin oder die Spermien einer Samenspende aufbereitet und zur Befruchtung der Eizelle verwendet. Der anschließende Ablauf gleicht der regulären IVF. Das bedeutet, dass die befruchteten Eizellen kultiviert und anschließend allenfalls auf genetische Defekte untersucht werden. Schließlich findet der Embryonentransfer statt.

Hier zum detaillierten Ablauf einer Eizellspende